Orkney Islands

International Summerschool

Lehrprojekt am Institut für Freiraumentwicklung, Leibniz Universität HannoverBetreuung LUH: Prof. Dr. Martin Prominski, Dipl.-Ing. Verena Butt, Dipl.-Ing. Anke Schmidt
Kooperation:
UPC/Escola Tecnica Superior D’Arquitectura Barcelona, Academie van Bouwkunst Amsterdam, Leibniz Universitat Hannover, Ecole Nationale Supérieure du Paysage Versailles
Studiengang:
Master Landschaftsarchitektur /Bachelor Landschaftsarchitektur und Umweltplanung / Diplom Landschafts- und Freiraumplanung
Laufzeit:
16.-26.09.2010
Förderung:
ERASMUS Intensive Programme
Studierende der LUH:
Florian Depenbrock, Tobias Dobratz, Veronika Higlister, Hendrik Melloh, Nils Kreynhop, Franziska Schadzek

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Auf Einladung des Edinburgh College of Art, School of Landscape Architecture, reisten 25 Studierende aus fünf europäischen Ländern nach Edinburgh. Von hier aus führte die Reise durch das schottische Hochland auf die Orkney Islands, wo die Studierenden gemeinsam mit den Bewohnern der Inseln Konzepte für die Zukunft der Kulturlandschaft des Archipels entwickelt haben. Studierende und Lehrende der UPC/Escola Tecnica Superior D’Arquitectura Barcelona, der Academie van Bouwkunst Amsterdam, der Leibniz Universitat Hannover und der Ecole Nationale Supérieure du Paysage Versailles arbeiteten eine Woche vor Ort in internationalen Teams zusammen.

Thema der 10-tägigen Summerschool war die Anpassung der Kulturlandschaft der Orkney-Inseln an sich fortwährend ändernde Ansprüche. An Hand der Themen Energie, Siedlung, Archäologie und Küstenlinie entwarfen die Teams lokale Entwicklungsstrategien mit Blick auf den übergeordneten, europäischen Kontext. So werden für die Energiegewinnung der Zukunft zunehmend Windenergie und Gezeitenkraftwerke genutzt; dieser Europäische Bedarf hat jedoch unmittelbaren Einfluss auf den Ort der Gewinnung. Siedlungsphänomene, die auf Orkney anzutreffen sind gibt es in ähnlicher Form in ganz Europa, und doch sind die Entwicklungen beeinflusst durch spezifische Faktoren vor Ort. Orkney ist auch ein kulturgeschichtlich besonderer Ort: Die archäologisch
wertvollen Funde aus dem Neolithikum gehören ebenso zu der Geschichte des Archipels wie die strategische edeutung der Inseln im 2. Weltkrieg als Vorposten für das Europäische Festland. Der Workshop hatte sich zum Ziel gesetzt, die Besonderheiten der Landschaft zu bestimmen und daran angepasste Strategien für den Umgang mit Energiegewinnung, Siedlung und Hinterland, Küstenlandschaften und der Archäologie zu entwickeln. In „szenario games“ wurden mögliche Zukunftsvisionen entwickelt. Bewohner der Insel, Mitarbeiter von Behörden und Institutionen und Experten von Orkney arbeiteten gemeinsam mit den Studierenden an Lösungen. Die Studierenden aus fünf Ländern brachten eine Außenperspektive in den Prozess ein, die Experten und Laien vor Ort das Fachwissen, um ortsspezifische Konzepte zu entwickeln. Die große Offenheit und Gastfreundschaft der Orkadier ermöglichte intensive Diskussionen und über diese enge Zusammenarbeit konnten in kurzer Zeit realistische, prozessorientierte Konzepte für die Zukunft des Archipels entworfen werden.

Fotos: BUTT, V. 2010