Old Country for new men

International Summerschool

 

Lehrprojekt am Institut für Freiraumentwicklung, Leibniz Universität Hannover
Team: Antje Stokman, Anke Schmidt; unterstützt von Martin Prominski, Sigrun Langner, Sabine Rabe
Laufzeit: 08 / 2009, abgeschlossen
Auftraggeber: Leibniz Universität Hannover
Kooperationspartner: ENSP Versailles, Academie van Bouwkunst Amsterdam, Edinburgh College of Art, UPC Barcelona, University of Virginia, GSD Peking University

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Vom 21. – 28.08.2009 entwarfen in einer internationalen Summerschool Studierende und Lehrende von sieben Universitäten (ENSP Versailles, Academie van Bouwkunst Amsterdam, Edinburgh College of Art, UPC Barcelona, University of Virginia, GSD Peking University und der Fakultät für Architektur und Landschaft) Zukunftsvisionen für die dynamische Kulturlandschaft Altes Land bei Hamburg. Drei Tage erforschten die Studierenden das Untersuchungsgebiet vor Ort, dann entwarfen sie in international gemischten Teams ein Drehbuch mit Charakteren, Spannungsmomenten und Settings für die Entwicklung der agro-urbane Kulturlandschaft bis zum Jahr 2100.

Aufgrund der vielfältige Verflechtungen mit dem Metropolraum Hamburg kann beim alten Land inzwischen von einer „agro-urbanen Landschaft“ gesprochen werden – allerdings werden die urbanen Tendenzen innerhalb der vormals reinen Agrarlandschaft bislang kaum reflektiert. Die schon aktuell spürbaren Einflüsse durch Elbvertiefung, Wasserprobleme wie eine zunehmende Versalzung des Grundwassers, vermehrter Tourismus, Hafenentwicklung, Autobahnbau und Suburbanisierung sind Tendenzen, denen sich die Region in Zukunft stellen muss.
Vor diesem Hintergrund arbeiteten die Studierenden. Das Kennenlernen der Menschen und ihrer Aktivitäten vor Ort war der Ausgangspunkt für die Entwürfe von Zukunftsvisionen für das Alten Land westlich von Hamburg. Zuerst untersuchten die Studierenden drei Tage lang in Exkursionen und Gesprächen mit Experten und zufällig getroffenen Personen vor Ort die komplexen räumlichen Zusammenhänge und Nutzungsprozesse.
Aufbauend auf diese Kenntnissen entwarfen sie dann in gemischten Teams neue Profile der zukünftig die Landschaft prägenden Menschen und Visionen für die agro-urbane Kulturlandschaft im Jahr 2100.
Ergänzend zur Entwurfsarbeit in den Workshops, die von „teaching teams“ der unterschiedlichen Universitäten begleitet wurden, gab es abendliche Inputs der Lehrenden in Form von Impulsvorträgen.