Unterwegs in deutschen Bildungslandschaften.

Bildungschancen, Potentiale und Restriktionen von Raum

Forschungsprojekt am STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN, Bearbeitung: Arge STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN unterwegs

Team: Dipl.-Ing. Thomas Gräbel, Dipl.-Ing. Anke Schmidt, Dipk.-Ing. Sabine Rabe, Dr.-Ing. Hille von Seggern
Laufzeit: 02/2013 – 02/2014, laufend
Auftraggeber: Wüstenrot Stiftung
Kooperationspartner: doktales / Lilli Thalgott

Bildung findet immer und überall statt  – welche Bedeutung haben  dabei  räumlichen Dimensionen? Ein interdisziplinäres Team aus Raumforschung, Landschaftsarchitektur, Architektur, Stadtplanung und Film sucht auf explorative Weise nach den aktuellen Herausforderungen von Jugendlichen in unterschiedlichen deutschen Bildungslandschaften. Aus Sicht der Alltagserfahrung von Jugendlichen und von Experten  werden ein städtischer und ein ländlicher Standort betrachtet. Im Ergebnis werden zwei charakteristische deutsche Bildungslandschaften mit ihren unterschiedlichen Herausforderungen, Potentialen, Restriktionen und zukünftigen Handlungsansätzen exemplarisch dargestellt und Entwicklungsstrategien formuliert. Die  Studie soll Städte als auch Gemeinden bei der Entwicklung ihres Raumes als Bildungslandschaften unterstützen und die Diskussion um zukünftige Bildungslandschaften in Deutschland bereichern.

Vier Jugendliche vom Land und vier Jugendliche aus der Stadt schlüpfen in die Rolle des Dokumentarfilmers. Sie besuchen sich gegenseitig und dokumentieren den Alltagsverlauf – mit seinen Lernfacetten –  des anderen. Im Ergebnis entstehen 2×4 individuelle filmische Portraits über den außerschulischen Alltag von Jugendlichen in der Stadt und auf dem Land. Das Forschungsteam interpretiert  die Dokumentationen als Bildungslandschaften übersetzt sie in Karten, Bilder und  Beschreibungen.
Auf der Grundlage der Filme, Kartierungen der räumlichen Bedingungen sowie Expertengesprächen entstehen  „Raumerzählungen“ über die städtische und die ländliche Bildungslandschaft mit ihren spezifischen räumlichen Charakteristika und Potentialen. Sie verdeutlichen die Bildungschancen des räumlichen Geschehens mit  Tätigkeiten,  Unterwegssein, Kontakten,  Situationen und  dynamischen naturräumlichen und kulturellen Abläufen.
Aufbauend auf die Erzählungen werden in einer abschließenden Ideenwerkstatt  mit den Jugendlichen und Experten Ideen für Bildungslandschaften der Zukunft entwickelt.

hier: Flyer als PDF