Im Stromland

Geschlossene Systeme in dynamischen Wasserlandschaften.
Vertiefungsprojekt im Diplom-/Bachelor-Studiengang, WS 2008/09, SoSe 2009

 

Lehrprojekt am Institut für Freiraumentwicklung, Universität Hannover

Team: Antje Stokman, Sigrun Langner, Sabine Rabe
Bearbeitung: Michael Charbonnier, Stephanie Hecht, Niklas Hoepner, Simon Kroll, Bianca Kummer, Pim Kupers, Xi Li, Katharina Lindschulte, Peiyu Liu, Claudia Przibylla, Amiyo Ruhnke, Franziska Schmeiser Julia Schulz, Martin Steinbrenner, Alexander Teichmann, Fei Teng, Dörte Will, Yi Zang
Laufzeit: 10/2008 –09/2009
weiterführende Informationen: Stokman, A.; Rabe, S.; Langner, S. 2009: Entwurfsstrategien für die Elb-Landschaft bei Hamburg. In: Garten + Landschaft 03/2009, S. 34-37


Das norddeutsche Marschgebiet links- und rechtsseitig der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhafen befindet sich unter Veränderungsdruck: das Verhältnis zwischen den Wasserdynamiken und den Dynamiken menschlichen Wirtschaftens verschiebt sich durch Einflüsse des Klimawandels gekoppelt mit den Folgen des Elbausbaus. Studierende entwarfen während eines einsemestrigen Entwurfsstudios am STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN neue Sichtweisen, Projekt- und Konzeptideen für das „StromLand“ des Elbästuars – exemplarisch und hypothetisch -, die die Wasser-Land-Dynamiken als Ausgangspunkt für neue Entwicklungsperspektiven dieser Landschaft sehen. Wie kann das Leben mit dem Wasser im Elbdelta zwischen Sicherheit und Risiko im 21. Jahrhundert aussehen?

Um die komplexen wasserbezogenen Zusammenhänge und Fragen innerhalb des „StromLandes“ zu verstehen, entwarfen und bauten die Studierenden innerhalb einer Research-Phase „Landschaftsmaschinen“.Landschaftsmaschinen sind Modelle, welche die Produktion von Landschaft durch die Nachbildung der komplexen, dynamischen Systemverhalte von Technik, naturräumlichen Gegebenheiten und menschlichem Wirtschaften der Elbmündung simulieren. Die Maschinen dienten als Erkenntnis- und Ideen generierendes Analyse- und Entwurfsinstrument, die in Ihrer Abstraktion anschaulich und spielerisch die komplexen Beziehungsgefüge von Landschaften und deren Dynamiken vermitteln.

Das Verstehen der „landschaftsproduzierenden“ Prozesse durch die Abbildung in den Landschaftsmaschinen befähigte die Studierenden auf forschend entwerfende Weise an komplexe und sonst oft schwer zu erfassende Zusammenhänge der Entstehung und Veränderung von Landschaft anzuknüpfen, sie einzubeziehen, zu modifizieren und mit ihnen zu gestalten. Verschiedene Entwicklungsszenarien verknüpfen die bestehenden Prozesse zu neuen Systemen, neuen Landschaftsbildern, neuen Landnutzungen und neuen Lebenswelten für eine wassergeprägte Kulturlandschaft unter Veränderungsdruck.