Kirchdorfer Wiesen

Machbarkeitsuntersuchung Wohnen mit der Landschaft im Kirchdorfer Osten, Hamburg-Wilhelmsburg, 1. Rang

 

Praxisprojekt Ohrt v. Seggern Partner mit Sabine Rabe

Team: Hille von Seggern, Timm Ohrt, Sabine Rabe
Laufzeit: 04/2007 –07/2007
Auftraggeber: IBA Internationale Bauausstellung Hamburg GmbH
Kooperationspartner: LRW Architekten und Stadtplaner Loosen, Rüschoff + Winkler, Hamburg, bgmr Becker Giseke Mohren Richard Landschaftsarchitekten, Berlin, BRW Beratende Ingenieure (Susanne Rademaker), Wahlstedt
weiterführende Informationen:
http://www.iba-hamburg.de/de/01_entwuerfe/6_projekte/projekte_kirchdorferwiesen.php


Alleinstellungsmerkmal für das Projektgebiet ist die weite, lineare Marschenlandschaft mit ihren Wasser-Wiesen-Streifen bei gleichzeitiger schneller Erreichbarkeit urbaner Qualitäten in Hamburg, multikultureller Vielfalt auf der Elbinsel und Anbindung an die „Welt“ über die Autobahn.

Eine neue „Zusammenarbeit“ von Natur und Kultur als urbane Landschaftsentwicklung soll entstehen. Das Wohnen bildet den Impuls für die Landschaftsentwicklung und den Erhalt der besonderen Flora und Fauna der Kirchdorfer Wiesen. Durch die Abkoppelung der Gräben vom Wetternsystem und die Anlage eines Ringgrabens wird im Plangebiet der Wasserpegel in den Gräben optimal für Flora und Fauna stabil gehalten. Wasserreservoire gespeist aus dezentral geklärtem Grauwasser der Wohnbebauung sichern den stabilen Pegel in Sommerzeiten. Mit der Bebauung wird ein zweiter (Wasser)kreislauf in Gang gesetzt: Schwarzwasser wird in ein Biokraftwerk gespeist und den Haushalten zurückgeführt. Um ein solches Biokraftwerk zu betreiben, braucht es neben dem Schwarzwasser die Zulieferung von Wiesen-, Biofilter- und Pflanzensc hnitt sowie Hausbiomüll aus dem neuen Wohngebiet. Die Wärme kann für die Heizung der Neubebauung und zum Betrieb von Glashäusern, Sauna benutzt werden oder Gas zum Kochen, Kochschule (dieser Kreislauf könnte ein eigenes kooperatives Modellprojekt der IBA sein).